Kunstwerke mit Gesicht

Bretter 1 kZunächst lernten die jugendlichen Künstler - Schüler einer 8. und einer 9. Klasse - Farbe wie die alten Meister herzustellen und so genannte Ei-Tempera-Farben anzumischen. Die Farben selbst waren absolut ungiftige Erd- und Mineralpigmente. Wesentlicher Bestandteil dieser Farben war - wie schon der Name verrät - rohes Eigelb, das die Leuchtkraft der Farben erhöhte.
Bevor die Jugendlichen künstlerisch aktiv wurden, hatte Andrea Dehnhardt sie mit dem französischen Künstler Gaston Chaissac (1910 - 1964) und den charakteristischen Merkmalen seines künstlerischen Schaffens bekannt gemacht. «

Chaissac malte alles voll, was ihm in die Finger kam. In jedem seiner Werke platzierte er an irgendeiner Stelle ein Gesicht", so die Kreativpädagogin.
Derart vorbereitet, stürzten sich die 32 jugendlichen Künstler auf vorbereitete Holzschwarten. Im Laufe mehrerer Schulstunden entstanden unter den Händen der 13- bis 17 -Jährigen Kunstwerke mit Gesicht, die durch ihre Vielfalt und Farbenkraft nicht nur die Künstler selbst, sondern auch die beteiligten Lehrkräfte überzeugten und nun das Schulhaus schmücken.

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Dekoratives Arbeiten mit Holz

In einem anderen Projekt schufen die SchülerInnen auf Hartfaserplatten (Baumarkt-Abfälle) farbenkräftige, dreidimensionale Kunstwerke.

Nach Vorübungen/Vorarbeiten wie Freies Malen und Malen nach Musik unternahmen die Schüler Versuche mit Grundformen wie gerade Linie, geschwungene Linie, Wellenlinie, Zickzacklinie und sich daraus ergebenden Überschneidungen.

Schließlich beschäftigten sie sich mit Leben und Schaffen von Hundertwasser und erarbeiteten typische Elemente:

  • Farbigkeit
  • weitgehendes Fehlen rechteckiger Formen Säulen- und Turmelemente
  • Spiegelelemente
  • bepflanzte und verzierte Hausfassaden

Nun erhielten die SchülerInnen die Möglichkeit, selbst fantasievolle Bilder auf Holz zu gestalten.
Mit Hilfe von Modellierstäben wurde eine ähnlich wie Ton zu verarbeitende Holzmasse auf die angefeuchteten Platten aufgetragen. Sie erhielten so die "dritte Dimension'. Jede/r Schüler/in tat dies auf seine ganz persönliche Art. Es entstanden Kreise, Schlangenlinien, Schriften, Ziffern, Blumen, Muster, ein Pandabär und auch ein "Tor ins Leben nach der Schule". (Es handelte sich um eine Abschlussklasse.)

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Die getrockneten Platten wurden weiß grundiert. Dies hatte den Effekt, dass die danach aufgetragene Gouachefarbe noch mehr an Leuchtkraft gewann. Die SchülerInnen schwelgten in der Auswahl verschiedener Farben. In einem letzten Arbeitsgang wurden die Kunstwerke nach eigener Vorstellung durch die SchülerInnen dekoriert. Hier war das individuelle ästhetische Empfinden gefragt: Soll üppig oder spartanisch verziert werden? Welcher Stein passt an welche Stelle und zu welcher Farbe? Wie arrangiere ich verschiedene Steine?

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Was am Ende herauskam, zeigte wieder einmal, wie verschiedenartig Schüler Impulse umsetzen - und gefiel auch den Schülern so gut, dass es vielen schwer fiel, sich von ihren Kunstwerken zu trennen. Dennoch stellten die meisten ihre fertigen Arbeiten für die Verschönerung der Schulhaus-Aula zur Verfügung.

H. Brosche

   
   
   
   
   
   
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