Das ist fast schon ein Jahrhundertereignis ...

Primiz von Florian Kolbinger

"Das ist fast schon wie ein Jahrhundertereignis", sagte Pfarrer Gerhard Groll bei der Primizfeier von Florian Kolbinger am 05. Juli 2009 in Kriegshaber, denn eine solche hat es in der Pfarrei seit 48 Jahren nicht mehr gegeben.

Am 28.06.09 war Florian Kolbinger von Bischof Dr. Walter Mixa zum Priester geweiht worden. Am darauf folgenden Sonntag konnte er seine Primiz feiern. Die Primizfeier, bei welcher ein neu geweihter Priester seine erste Heilige Messe selber zelebriert, findet traditionell in der jeweiligen Heimatgemeinde statt, in diesem Fall in der Pfarrei "Heiligste Dreifaltigkeit".

Die Primizfeier drückt die Freude darüber aus, dass sich ein junger Mensch dafür entschieden hat, katholischer Priester zu werden.

Dabei war es für Florian Kolbinger nicht immer klar, dass er diesen Weg einschlagen würde. Er hat neben Theologie auch Mathematik und Physik in Augsburg und München studiert und war Gymnasiallehrer für Mathematik und Physik, bevor er sich für das Priesteramt entschied.

Sein Praktikum hat er in der Pfarrei "St. Elisabeth" in Augsburg-Lechhausen absolviert. Im Rahmen der Ausbildung zum Priester ist es notwendig, dass ein Priesteramtskandidat auch eine Schulprüfung ablegt. Deshalb wirkte Florian Kolbinger zwei Jahre, betreut von unserer Religionslehrerin Frau Michaela Grimminger, auch an der Schiller-VS.

Was der Priesterberuf für ihn bedeutet, hat uns Herr Kolbinger in einer Religionsstunde erklärt:  

Für einen Priester gibt es vier wichtige Bereiche. Einer davon ist "Gemeinschaft halten". Herr Kolbinger holt sich seine Kraft aus dem Gebet und guten Gesprächen. Für ihn ist es ganz wesentlich, das, was ihm wichtig ist, auch zu leben. Als Priester fühlt er sich Gott sehr nahe und hat eine besondere Beziehung zu ihm. Deshalb ist es für ihn schön, mit anderen Menschen zusammen zu beten und eine Pfarrei zu leiten.

Zu den Aufgaben eines Pfarrers zählt auch der Bereich "Menschen helfen". Dazu gehört z.B. Kranke zu besuchen und Armen zu helfen.

Weiter hat uns Herr Kolbinger erklärt, dass ein Aufgabengebiet darin besteht, Gottesdienste zu halten. Dabei gibt es viele verschiedene Formen, die aus dem Schaubild in unserem Hefteintrag ersichtlich sind.

Der vierte Bereich besteht darin, den Glauben zu verkünden. Dazu gehören z.B. der Religionsunterricht und Predigten. Aber es gibt auch viele andere Möglichkeiten, vom Glauben zu erzählen.

Das Gebet ist Herrn Kolbinger sehr wichtig, deshalb möchte er es auch anderen Menschen nahebringen und erklären.

Das, was das alles zusammenhält, sozusagen das alles "einrahmt", ist der Glaube an Jesus Christus. Deshalb ist Herr Kolbinger Priester geworden.

Ab September wird er seine erste Kaplanstelle in Kempten antreten.

Florian Kolbinger weiß, dass er als Priester keine Wunder vollbringen kann, aber er vertraut fest darauf, dass - wie es in seinem Primizspruch heißt - "Gott das gute Werk, das er begonnen hat, auch vollenden wird".

Wir sind uns sicher, dass Florian Kolbinger ein guter Seelsorger wird und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute und Gottes Segen!

Übrigens hat ein Fernsehteam Florian Kolbinger bei seiner Vorbereitung zur Priesterweihe begleitet. Der Fernsehbericht "Dieser Weg ist der schönste Weg - Portrait eines Priesteramts-Kandidaten" ist hier einsehbar (Link führt zu "katholisch1.tv"): extern

Die Religionsgruppen der Klassen 8a/b/cM

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