Lernen kann man lernen

Was muss ich tun, damit ich in der Schule erfolgreich bin?

Welcher Lerntyp bin ich? Wie organisiere ich meinen Arbeitsplatz und meine Hausaufgaben?

Diese und ähnliche Fragen stellten sich zum Schuljahresbeginn die Kinder der Klasse 5b.

Sie erhielten Hilfe durch Frau Hitzler, die im Herbst mehrere Wochen lang regelmäßig in die Klasse kam, um den Schülern nahezubringen, wie man Lernen richtig lernt.

Begonnen wurde das Projekt mit einer Checkliste, die jedem Einzelnen dazu diente, die eigene Arbeitsweise zu hinterfragen und eventuelle Problembereiche aufzudecken.

Neben der richtigen Planung und Gestaltung von Hausaufgaben und Hefteinträgen war ein großes Thema der Arbeitsplatz zu Hause und in der Schule. Die Jungen und Mädchen stellten anhand vieler positiver und negativer Beispiele schnell fest, wie wichtig es ist, dass zum Beispiel das Licht von vorne auf den Schreibtisch fällt, die Sitzhöhe des Stuhles passt oder nichts auf dem Pult herumliegt, das vom Lernen ablenkt.

Sie erfuhren aber auch, wie das Gedächtnis arbeitet und welche Möglichkeiten es gibt, sich schwierige Vokabeln oder Rechnungen dauerhaft einzuprägen. Hilfreich fanden die Kinder vor allem die ,,7 Sprossen auf der Hausaufgabenleiter", die mit der Prämisse begann: Suche deine Stärken, nicht deine Schwächen! Besonders gut gefiel ihnen dabei, dass sie sich in Zukunft offiziell für erfolgreich bewältigte Teilaufgaben mit Pausen belohnen dürfen.

Ausführlich wurde auch über "Störgedanken und Mutmacher" diskutiert. Welche Gefühle und Aussagen ziehen mich runter - welche bauen mich auf? Wie komme ich zu einer positiven Lerneinstellung und wie kann sich das auf meine Arbeit zu Hause und in der Schule auswirken?

Dass es gar nicht so schwer ist, negative Gedanken in positive zu verwandeln, konnten die Schüler durch einige Übungen erfahren, und ihr neu erworbenes Wissen gleich umsetzen, als es darum ging, eine Lernaufgabe erfolgreich zu überblicken, zu planen und zu bewältigen.

Aufgelockert wurden die Trainingseinheiten von Frau Hitzler immer wieder durch kleine Spiele zur Förderung der Konzentration, die den Kindern aber auch verdeutlichten, wie wichtig der Wechsel von Anspannung und Entspannung ist.

Zum Abschluss konnte jeder noch einmal seine Checkliste zur Hand nehmen und die Veränderungen von Arbeitsweise und Lernverhalten eintragen.
"Lernen lernen" - auf jeden Fall ein gelungenes Projekt!

Ch. Morbitzer

   
   
   
   
   
   
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