Pausewang LogoEin Vormittag mit Gudrun Pausewang  content

Unterricht mal ganz anders

Wir, die Klassen 9M und 10M, hatten eine Begegnung der besonderen Art. Nachdem wir im Deutschunterricht die Bücher "Die Wolke" und "Die Verräterin" gelesen hatten, durften wir die Autorin dieser Bücher, Gudrun Pausewang, persönlich kennen lernen.

Pausewang 03Am 11. Mai 2012 kam Frau Pausewang zu einer Lesung in unsere Schiller-Mittelschule.

Zunächst erzählte sie uns etwas aus ihrem Leben: Am 3. März 1928 wurde sie in Wichstadtl / Ostböhmen, geboren, wo sie als ältestes von sechs Geschwistern aufwuchs. Wie es damals üblich war, ging sie mit Begeisterung zum "Bund Deutscher Mädel", wo man jeden Donnerstag ein neues Lied oder Gedicht lernen musste, denn es hieß:

"Wo man singt,
da lass' dich ruhig nieder,
böse Menschen
haben keine Lieder."

Pausewang 01Erst später wurde ihr klar, dass der Inhalt der nationalsozialistischen Marschgesänge (z. B. "Es zittern die morschen Knochen ... ") so gar nicht zu dieser Volksweisheit passen wollte. Gudrun Pausewangs Vater fiel im Krieg, sie musste mit ihrer Familie nach Kriegsende die Heimat verlassen und erfuhr auf der Flucht schmerzlich, was "Hunger" bedeutet. Dies prägte sie so, dass sie bis heute kein Stückchen Brot wegwerfen kann. Bereits in ihrer Kindheit wollte Frau Pausewang "Geschichtenschreiberin" werden und hatte den großen Traum, Südamerika kennen zu lernen. Nach dem Abitur wurde sie Lehrerin, weil das ihrer Meinung nach der "billigste Weg" war, nach Südamerika als Lehrerin im Auslandsschuldienst zu kommen. Sie lehrte viele Jahre an einer deutschen Schule in Chile, später in Venezuela und Kolumbien. Gudrun Pausewang hat bis heute 95 Bücher geschrieben, davon 23 für Erwachsene, 23 für Kinder, der Rest sind Jugendromane. Die großen Themenbereiche ihrer Bücher sind „Krieg“, "Nuklearkatastrophen", "Hunger" und "Leid". Als Autorin erhält sie natürlich jede Menge an Leserbriefen. Die Geschichte eines besonderen Leserbriefs erzählte sie uns.

 

Arijana, 9cM, Yasemin, 10M

Gudrun Pausewang in WIKIPEDIA

   
   
   
   
   
   
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