Lesefieber PlakatWenn das Lesefieber ausbricht

Der Lesewettbewerb der 6. Klassen - ein Erfahrungsbericht

(mor) In jedem Jahr findet in den 6. Jahrgangstufen aller Schularten der Lesewettbewerb des deutschen Buchhandels statt.


Mit dem Verteilen der Informationen im Oktober bricht bei allen lesebegeisterten Schülern das "Lesefieber" aus - denn sie wollen Klassen-, Schul- oder gar Stadtsieger werden.
Oxana, die Schulsiegerin in diesem Jahr, erzählt, wie es ihr beim Wettbewerb ergangen ist.

Für mich war der Lesewettbewerb mal etwas ganz anderes.

 

Als erstes wurde in der Klasse gelesen. Es hatten sich freiwillig 3 Mädchen und 2 Jungen gemeldet, der Rest der Klasse war die Jury. Jeder durfte sein eigenes Buch mitbringen, es vorstellen und 5 Minuten daraus vorlesen. Davor hatten wir aber jede Menge Tipps zum guten Lesen bekommen, über die richtige Lesetechnik, die Textgestaltung und auch etwas zum Textverständnis.Ich hatte mir das Buch "Sonntagskind" von G. Mebs ausgesucht. Danach mussten wir aus dem Buch "Die Abenteuer der Rabenbande" von P. Dempf vorlesen, das unsere Lehrerin ausgesucht hatte. Jeder von uns hat gut gelesen, aber es gibt ja nur einen Sieger. In dem Fall war ich es!

Einige Tage später musste ich in unserer Schulbücherei gegen ein Mädchen aus der Klasse 6b antreten.
Es ging darum, den Schulsieger zu ermitteln. Die Juroren waren diesmal einige Lehrkräfte, die Zuhörer die beiden 6. Klassen und eine 4. Klasse.
Der unbekannte Text kam dieses Mal aus dem Buch "Schilly Billy" von unserer Schulschriftstellerin Frau Brosche, die uns auch ein wenig daraus vorlas, während unsere Klassenlehrerinnen die Punkte auszählten. Es war spannend, aber diese Runde gewann wieder ich. Und ich hab mich total gefreut! Wir beide bekamen ein Exemplar von "Schilly Billy" und ich noch dazu einen Büchergutschein.

Im Februar musste ich nun also gegen die anderen Schulsieger von Augsburg lesen. Der Wettbewerb fand an einem Montagnachmittag in der Stadtbücherei statt.
Neben Frau Morbitzer begleiteten mich einige Mitschüler und meine Schwester. Ich freute mich, dass sie mitkamen, aber ich war sehr aufgeregt und ziemlich erkältet. Überhaupt war unsere Schule die einzige, bei der außer dem Vorleser noch andere Kinder dabei waren.
Als erstes begrüßte uns eine Dame von der Bücherei und stellte die Juroren vor. Darunter waren auch der Autor der "Rabenbande", P. Dempf und die Vorjahressiegerin.
Die erste Teilnehmerin las aus dem Buch "Sams in Gefahr" von P. Maar. Sie hatte damit eine sehr gute Wahl getroffen und wirklich gut vorgelesen. Es ging nach dem Alphabet und endlich war ich an der Reihe… Ich habe mein Bestes gegeben - trotz Erkältung! Nachdem alle 9 Teilnehmer aus ihrem mitgebrachten Buch vorgelesen hatten, mussten wir unsere Lesefertigkeit wieder an einem unbekannten Text beweisen. Das war wirklich schwierig, aber jeder von uns strengte sich an, so gut es ging.
Während die Juroren sich berieten, bekamen wir etwas zu trinken und durften Süßigkeiten essen. Nach etwa einer Viertelstunde stand die Entscheidung fest und alle gingen wieder in den Saal.
Siegerin wurde das Mädchen, das als erstes gelesen hatte, aber jeder von uns bekam eine Urkunde und das Buch "Fennymores Reise".
Ich war zwar ein bisschen traurig, weil ich nicht gewonnen hatte, aber immerhin hatte ich es ja bis zum Stadtwettbewerb geschafft und das war in jedem Fall ein tolles Erlebnis!

Oxana, Klasse 6a

 

 

   
   
   
   
   
   
   
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