Mobb  Stopp!

MC Wisch & MC Mob im Auftrag von ganz oben

Mobbing - ein Thema, das in der Schule immer öfter thematisiert und zum Mittelpunkt pädagogischer Bemühungen wird.

Vor allem durch die neuen Medien, wie Handy und Internet, hat Mobbing eine Dimension erreicht, die weit über das "Sich gegenseitig ärgern" hinausgeht.
Das Jugendtheater Mobil hat deshalb im Auftrag des Amtes für Kinder, Jugend & Familie ein Theaterstück entwickelt, bei dem sich Schüler anhand von Raptexten und Dancetracks auf humorvolle Art und Weise mit dem Thema Mobbing und seinen Folgen auseinandersetzen.
Angestrebtes Ziel ist es laut "Mobb Stopp!", ein Bewusstsein für die Mobbingproblematik zu schaffen, das Miteinander zu fördern und die Stärken jedes Einzelnen hervorzuheben.

Die beiden 6. und 7. Klassen der Schillerschule nahmen das Angebot gerne an und fuhren an 2 Terminen in das theaterpädagogische Zentrum im Abraxas.
Dort kamen sie in den Genuss, von den beiden Hauptdarstellern, alias MC Wisch & MC Mob, die "Klimachecker", sehr kurzweilig und originell durch verschiedene Themengebiete, wie

  • den Umgang mit schlechtem Klassenklima,
  • die Rolle der "Gerüchteküche" oder
  • die Gefahren des Internets geführt zu werden.

Besonders die vielen Verkleidungen, Bühnenumbauten und die Tanzeinlagen hatten es den Schülern angetan. In den Songtexten wurden wichtige Inhalte altersgerecht in die heutige Jugendsprache verpackt und blieben so nachhaltig in den Köpfen der 12 - 14-Jährigen hängen. Sätze wie "Das ist der Respekt, den du dir schuldest, dass du keine schlechten Gefühle duldest. Wo liegt deine Grenze, wann sagst du nein?" oder "Ein Freund steht zu dir. Haltet zusammen, dann gehört euch die Welt! Gemeinsam sind wir stark. Die Stärke jedes Einzelnen wird uns weiterbringen" bildeten die Grundlage für den anschließenden Workshop.

Nun standen nämlich für jede Klasse Wahrnehmungsübungen, Gemeinschaftsspiele und eine Fragerunde über Klassenklima und persönliche Zufriedenheit auf dem Programm.

Auf die Frage: "Warum machst du bei etwas mit?"

antworteten die Schüler unter anderem

"... weil es Spaß macht"

"... weil das die anderen ja auch machen"

"... weil meine Freundin / mein Freund angefangen hat"

"... weil ich es lustig finde"

Die beiden Theaterpädagogen bestätigten, dass der Mensch ein Gemeinschaftswesen ist und sich dabei wohl fühlt, etwas mit anderen zu teilen. Allerdings sollte diese Gemeinschaft jedem Einzelnen Schutz bieten und niemanden willkürlich ausschließen.

Durch Rollenspiele erlebten die Jugendlichen anschaulich, sozusagen am eigenen Leib,

  • warum Einzelne gemobbt werden,
  • wie diese sich dabei fühlen und
  • welche Folgen das "ausgegrenzt sein" haben kann.

 

Zum Abschluss des Vormittags wurde noch ein kleines improvisiertes Theaterstück gezeigt, mit dessen Hilfe die Schüler begreifen sollten, wie wichtig der respektvolle und freundschaftliche Umgang miteinander ist. Denn

nur durch Zusammenhalt und mutige Unterstützung kann Mobbing gestoppt oder bereits im Keim erstickt werden.

Die Nachbereitung erfolgte in der Schule mit dem Aushändigen und Ausfüllen eines individuellen "Mobbing-Hilfeplanes", auf dem Ansprechpartner und Telefonnummern vermerkt wurden.
Insgesamt waren sich die betreuenden Lehrkräfte darüber einig, dass das Theaterstück "Mobb Stopp!" mit den beiden engagierten Schauspielern, die gegenüber den 6. - und 7. Klässlern immer den richtigen Ton trafen, ein hilfreicher und ermutigender Baustein innerhalb der Mobbingprävention in der Schule darstellt!

Geschrieben von Frau Morbitzer

   
   
   
   
   
   
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