Eine Stadtführung in der eigenen Stadt? content

Wir haben's ausprobiert!

Elias Holl? - Schon mal gehört, aber .... Renaissance? - Was soll das denn sein? Goldener Saal? - Was, hier bei uns in Augsburg?

Etwas betroffen waren wir, die Klassen 9M und 10M, schon über die Fragen unserer Lehrerinnen bzw. über unser (Un)wissen. Deshalb beschlossen wir, unseren Wissensstand durch eine Stadtführung unter dem Motto ,,2000 Jahre Stadtgeschichte zum Anfassen" etwas aufzumöbeln.

An unserem Ausgangspunkt, dem Augsburger Rathaus, wurden wir von zwei Gästeführerinnen empfangen, die sich als sehr freundlich und kompetent erweisen sollten.

Bereits ein Nebenraum im Erdgeschoss des Rathauses entpuppte sich als wahre Fundgrube, was die Geschichte unserer Heimatstadt betrifft. Mit wenigen ausgewählten Gegenständen und kurzen Texten bekamen wir einen guten Überblick über die Anfänge der Stadt im Römischen Reich, über die Bedeutung einer freien Reichsstadt, über die Gold- und Silberschmiedekunst, über die Mozartstadt, über Augsburg als Textilzentrum, als Luftfahrtstadt, als Brechtstadt usw. Dabei erzählte unsere Stadtführerin sehr kurzweilig und wusste viele Einzelheiten und Anekdoten, die garantiert nicht überall, für jeden zugänglich, zu finden sind.

Selbst über Elias Holl erfuhren wir neben seiner Bedeutung als Baumeister auch einiges aus seinem Privatleben - dass er z. B. 21 Kinder mit zwei Frauen hatte und welche Rolle sein vierjähriger Sohn bei der geplanten Höhe des Perlachturms spielte.

Wir erfuhren, welche Bedeutung die Brunnen als Zeichen des Augsburger Reichtums hatten, wir schauten uns die Stadtmetzg genauer an und gingen über den Kapitelhof und die Barfüßerkirche zur Fuggerei. Diese kannten wir zwar alle bereits aus unserer Grundschulzeit, trotzdem erfuhren wir noch viel Neues.

So konnten wir z. B. sehen, dass unsere Jungs aufgrund ihrer Größe ganz schöne Probleme mit der Höhe der Eingangstüren und der Zimmer der kleinen Fuggereihäuschen hätten. Die Menschen, für die diese Häuser gebaut wurden, hatten diese Probleme natürlich nicht - sie waren im Durchschnitt nur 1,58 m groß. Auch der Weltkriegsbunker in der Fuggerei war vielen von uns nicht bekannt.

Nach einem Gang vorbei an den vielen Kanälen Augsburgs näherten wir uns wieder der Oberstadt und beendeten unseren Rundgang im Viermetzhof. (Die Klasse 10M konnte noch über die Pracht des Goldenen Saals staunen!)

Insgesamt waren dies sehr aufschlussreiche, überhaupt nicht langweilige Stunden, die wir in unserer Stadt verbrachten. An vielen Stellen gehen wir jetzt bestimmt nicht mehr so acht- und ahnungslos vorbei, und auf jeden Fall kennen wir von unserer Stadt nun mehr als nur McDonald's und H&M. Nachmachen lohnt sich!!!

Klasse 9M

   
   
   
   
   
   
   
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