Projekt "Schuldenfalle“ der Verbraucherzentrale Augsburg  content

Das Ziel des Projekts "Schuldenfalle" ist es, dass Schüler lernen, verantwortlich mit Geld umzugehen.

In eine "Schuldenfalle" zu geraten, heißt, in eine Situation zu geraten, in der jemand so große Schulden hat, dass er zum Beispiel seine Miete nicht mehr bezahlen kann.

Anfang 2014 begann das Projekt "Schuldenfalle" für die Klassen 6a und 6b, das in vier Teile gegliedert war:

1. Umgang mit einem Taschengeld-Planer

Alle Schüler bekamen im Januar einen Taschengeld-Planer. Das ist ein Heft, in dem jeder Schüler seine Einnahmen (Taschengeld, kleine Jobs) und seine Ausgaben (Süßigkeiten, Kino, Klamotten) einträgt. Der Taschengeld- Planer sollte regelmäßig geführt werden, um zu sehen, wie viel Geld der Schüler im Monat bekommt und ausgibt.

2. Besuch eines Sozialpaten

Mehrere Sozialpaten arbeiten ehrenamtlich für die Verbraucherzentrale in Augsburg. Sie beraten Menschen, die in die "Schuldenfalle" geraten sind und in großen finanziellen Schwierigkeiten stecken. Anfang Februar besuchte uns der Sozialpate Herr Dums in der Schule. Er beschrieb uns, wie Menschen z.B. für Handy-Verträge und teure Einkäufe, wie Kleidung, Fahrräder oder Autos, unüberlegt große Schulden machen. Später können sie ihre Schulden (und die Zinsen!!!) nicht mehr zurückzahlen und stecken in der "Schuldenfalle".

3. Die Verbraucherzentrale

Im Februar und März informierten sich die Schüler der Klassen 6a und 6b in der Verbraucherzentrale im Ottmarsgäßchen über das Thema "Geld und Schulden". Folgende Inhalte wurden rege diskutiert:

  • Wie sinnvoll ist der Taschengeld-Planer?
  • Welcher Handy-Vertrag passt zu mir?
  • Soll ein Jugendlicher ein Konto eröffnen?
  • Versteckte Kosten bei Verträgen/ Downloads im Internet

4. Die Wärmestube

Anschließend besuchten die Schüler die Wärmestube in der Klinkertorstraße. Sie wurde vom Sozialverband "SKM Augsburg" gegründet und bietet wohnungslosen und armen Menschen tagsüber eine Aufenthaltsmöglichkeit und Schutz.
Mitarbeiter des SKM bieten den Besuchern der Wärmestube kostenlos warme Mahlzeiten, Brotzeiten und Tee. Nichtalkoholische Getränke werden zum Selbstkostenpreis angeboten. Täglich nehmen etwa 120 Personen dieses Angebot wahr. Weitere Hilfsangebote sind eine Kleiderkammer, Waschmöglichkeiten und ein ärztlicher Dienst. Zudem können sich Obdachlose ihre Post an die SKM- Postanschrift schicken lassen. Einige Besucher der Wärmestube haben durch Krankheit oder persönliche Schicksalsschläge ihre Wohnung verloren. Manche von ihnen haben ihre Geschichte aufgeschrieben. Daraus ist das Buch mit dem Titel "Früher hast du gedacht: Du nicht!" entstanden.

   
   
   
   
   
   
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