Projekt „Schuldenfalle – nein danke“

der Verbraucherzentrale Augsburg

Das Ziel des Projekts „Schuldenfalle“ ist es, dass Schüler lernen, verantwortlich mit Geld umzugehen.  In eine „Schuldenfalle“ zu geraten, heißt, in eine Situation zu geraten, in der jemand so große Schulden hat, dass er zum Beispiel seine Miete nicht mehr bezahlen kann. 

Ende 2015 begann das Projekt „Schuldenfalle – nein danke“ für die Klasse 6b, das in vier Teile gegliedert war.

frontal1.    Umgang mit einem Taschengeld- Planer

Alle Schüler bekamen im Januar einen Taschengeld- Planer. Das ist ein Heft, in dem jeder Schüler seine Einnahmen (Taschengeld, kleine Jobs) und seine Ausgaben (Süßigkeiten, Kino, Klamotten) einträgt. Der Taschengeld- Planer sollte regelmäßig geführt werden, um zu sehen, wie viel Geld  der Schüler im Monat bekommt und ausgibt.

2.    Besuch eines Sozialpaten

Mehrere Sozialpaten arbeiten ehrenamtlich für die Verbraucherzentrale in Augsburg. Sie beraten Menschen, die in die „Schuldenfalle“ geraten sind und in großen finanziellen Schwierigkeiten stecken. Anfang Februar besuchten uns zwei Sozialpaten in der Schule. Sie beschrieben uns, wie Menschen z.B. für Handy- Verträge und teure Einkäufe, wie Kleidung, Fahrräder oder Autos, unüberlegt große Schulden machen.

Später können sie ihre Schulden (und die Zinsen!!!) nicht mehr zurückzahlen und stecken fest in der „Schuldenfalle“.

Sitzkreis3.    Die Verbraucherzentrale

Im März 2016 informierten sich die Schüler der Klasse 6b in der Verbraucherzentrale im Ottmarsgäßchen über das Thema „Geld und Schulden“.

Folgende Inhalte wurden rege diskutiert:
•    Wie sinnvoll ist der Taschengeld- Planer?
•    Versteckte Kosten bei Verträgen/ Downloads im Internet
•    Vergleich von Selbstgemachtem und Gekauftem

4.    Die Wärmestube

Anschließend besuchten die Schüler die Wärmestube in der Klinkertorstraße. Sie wurde 1984 vom Sozialverband „SKM Augsburg“ gegründet und bietet wohnungslosen und armen Menschen tagsüber eine Aufenthaltsmöglichkeit und Schutz.

Mitarbeiter des SKM  bieten den Besuchern der Wärmestube kostenlos warme Mahlzeiten, Brotzeiten und Tee. Nichtalkoholische Getränke werden zum Selbstkostenpreis angeboten.

Täglich nehmen etwa 120 Personen dieses Angebot wahr. Weitere Hilfsangebote sind eine Kleiderkammer, Waschmöglichkeiten und ein ärztlicher Dienst.

Zudem können sich Obdachlose ihre Post an die SKM- Postanschrift schicken lassen. Einige Besucher der Wärmestube haben durch Krankheit oder persönliche Schicksalsschläge ihre Wohnung verloren. Manche von ihnen haben ihre Geschichte aufgeschrieben. Daraus ist das Buch mit dem Titel

„Früher hast du gedacht: Du nicht!“

entstanden.

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