Die Klassenfahrt nach Baad

Trainings"camp" der 8. Jahrgangsstufe ins Kleinwalsertal.

1. Tag: Montag 2.05.05

Die 8. Jahrgangsstufe fuhr um 9 Uhr nach Baad im Kleinwalsertal. Nach einer lustigen Busfahrt kamen wir um 12 Uhr an. "Das sollte unser Aufenthaltsort für eine Woche sein? Ganz schön öde!", dachten wir im ersten Augenblick. Nur Berge und ein paar Häuser und Gastwirtschaften waren zu sehen.

Die Jahrgangsstufe wurde in vier Gruppen aufgeteilt, wobei jede Gruppe einem Trainer zugewiesen wurde; unsere hießen Judith Pfitzer und Rainer Beck.

Wir wurden auf die Zimmer verteilt und gingen anschließend zur Materialausgabe um uns Wanderschuhe, Hosen, Anoraks, Rucksäcke, Helme und Klettergurte auszuleihen. Um 13 Uhr gab es Mittagessen. Danach wiesen uns unsere Trainer in die Gefahren des Kletterns und des Giebelsprunges ein.

Wir stellten Regeln für die Kommunikation und das Miteinander auf.

Die Regeln lauteten:
- gegenseitige Rücksichtnahme
- gegenseitige Hilfe
- Verantwortung übernehmen
- Entscheidungen übernehmen
- Ehrlichkeit zu sich und anderen.

Diese Regeln musste jeder unterschreiben.

Der Sinn des Kletterns und des Giebelsprunges war Teamwork, Mut, Vertrauen, Disziplin, Vertrauen in das Team und zum Material. Es war unwahrscheinlich spannend zu sehen wie jeder von uns mit dieser Herausforderung umging.

Anschließend hatten wir eine halbe Stunde Freizeit um uns zu erholen. Um 19 Uhr gab es ein schmackhaftes Abendessen. Anschließend gingen wir zur Abendaktivität.

Die hieß an diesem Tag "Sektkelchflug". Dazu musste jede Gruppe ein Sektglas kreativ so verpacken, dass es bei einem Wurf aus dem 2. Stock ganz blieb. Die Gruppe 4 gewann dieses Spiel.

Ab 22 Uhr durfte keiner mehr ins Dorf und nicht auf den Balkon, wegen den Dorfnachbam. Jeder musste um 23 Uhr im Bett sein.

Dieser Tag brachte uns Selbstbewusstsein und das Vertrauen zu anderen Personen.

vor Unterkunft

Roman, Steffen, Marina, Oliver

2.Tag: Dienstag 3.05.2005

Das Frühstück begann an diesem Morgen wie jeden Tag um 7.30 Uhr.

Danach hatten wir Zeit unsere Zimmer in Ordnung zu bringen. Um 9.00 Uhr war ein Treffen mit den Gruppen 3 und 4 vorgesehen. Wir besprachen den heutigen Tag.

Reiner, der Gruppenleiter von Gruppe 4, erklärte uns, dass wir uns heute über einem reißenden Fluss in einer Höhe von ca. 45 Metern abrollen lassen werden. Anhand einer Skizze zeigte er uns, wie das ganze aussehen würde. Um uns zu demonstrieren wie man die Seile richtig spannt, trafen sich die beiden Gruppen vor dem Haus. Hier standen zwei Bäume, an denen uns die Abrollaktion im kleinen dargestellt wurde. Rainer erklärte uns wie wir einen Flaschenzug machen, die Seile richtig spannen und befestigen konnten, damit das Abrollen so sicher wie möglich ablaufen konnte.

Training

Nun hatten die Gruppen 15 Minuten Zeit um sich Wanderkleidung und Wanderschuhe auszuleihen. Wir sammelten uns erneut vor dem Haus und liefen zu der Stelle wo wir uns abrollen lassen wollen. Wir teilten uns in zwei Gruppen auf. Rainer nahm sich einige Leute, die ihm halfen das Seil vom Abhang bis runter zum "Befestigungsbaum" zu transportieren. Dabei mussten wir darauf achten, dass das Seil nicht nass werden durfte, weil es dadurch die notwendige Sicherheit  nicht mehr bieten konnte. Oliver seilte sich über dem Abhang ab bis runter an den Fluss und warf es darüber. Auf der anderen Seite warteten Kristina und Ramona um es aufzufangen. Nachdem die Seile befestigt, gespannt und gesichert waren, wie wir es am Vormittag gelernt hatten, machten uns auf dem Heimweg. Denn wir hatten großen Hunger, das Mittagessen wartete auf uns und wir mussten uns noch umziehen.

Danach wanderten wir wieder zur Schlucht. Dieses Mal hatten wir auch die Klettergurte und Helme dabei. Nun begann das Abrollen, auf das wir so lange mit Spannung gewartet hatten. Denn viele fragten sich, trau ich mich - oder traue ich mich nicht?

Geschirr

Bei dieser Aufgabe musste man viel Vertrauen in seine Mitschüler haben, denn wie uns Rainer erzählte, würde man einen Absturz aus dieser Höhe nur schwer verletzt überleben. Nach ungefähr 2-3 Stunden hatte sich jeder, der sich traute, ein bis zwei Mal abgerollt und wir bauten alles wieder ab, denn uns taten die Hände vom Bremsseilhalten so weh.

Um 19.00 Uhr gab es dann Abendessen. Danach hatten wir noch bis 21.00 Uhr Freizeit.

Nach der Pause besprachen wir, was wir zur Hüttenwanderung und für den Aufenthalt in der Hütte am nächsten Morgen benötigten.

Hier die Checkliste:

Emblema.    Für die Gruppenleiter
1 Funkgerät
1 Karte & Kompass
1 Erste-Hilfe-Kasten

b.    persönliche Ausrüstung

- Bettbezug
- Hausschuhe
- Taschenlampe
- Wechselkleidung
- Anorak
- Trinkflasche
- Waschsachen & Handtuch
- Klettergurt & Helm
- Brotzeit

Danach bildeten wir selber noch zwei gleich starke Teams, die am nächsten Tag getrennt auf die Selbstversorgerhütte laufen würden. Innerhalb dieser Teams wurden wiederum folgende fünf Gruppenteams gebildet, die ganz bestimmte Aufgaben zu erfüllen hatten.

Aufteilung der Gruppenteams

Gruppensprecherteam:
Ihre Aufgaben bestanden in der Übernahme des gesamten Auftrags und darin die Information über die Aufgaben einzelner Gruppen von uns zu ilbemehmen und an die Gruppen weiterzugeben.
   
Gruppe für Wegverantwortlichkeit:
Orientierung
Sicherheit und Gruppenzusammenhalt während der Tour.
   
Verantwortungsgruppe
Mensch und Natur:
Naturverträgliches Verhalten? dokumentieren, beschreiben und präsentieren der Natureriebnisse.
   
Verantwortungsgruppe Ausrüstung und Material:
Organisieren der Ausrüstung Überprüfung und Erklärung der Ausrüstung
Organisieren der einzelnen Tätigkeiten Hüttenübergabe.
   
Verantwortungsgruppe Verpflegung:
Verbindungsaufnahme mit der Küche Aufteilen der Verpflegung
Einteilung von Koch- und Spülteams Abfallentsorgung.

 

 Kristina, Ramona

 Rast

3. Tag: Mittwoch 4.05.2005

Am Mittwochmorgen trafen wir uns nach dem Frühstück im Besprechungszimmer. Die Rucksäcke sollten, so wie am Vorabend besprochen, fertig gepackt sein. Die Verantwortungsgruppe Verpflegung besorgte in der Küche noch die notwendigen Lebensmittel, die wir mit auf die Hütte nehmen wollten und verteilte sie gleichmäßig auf die Teilnehmer. Gleichzeitig bekamen die Wegeverantwortlichen Karte und Kompass übergeben. Außerdem wurden sie in den richtigen Umgang eingewiesen, denn sie mussten die Gruppen ans Ziel führen. Nachdem alle Vorbereitungen beendet waren, trafen wir uns vor dem Haus und gingen gemeinsam zur der Haltestelle. Um 11.50 Uhr kam der Bus und Emine, eine der Tageszuständigen, bezahlte die Kosten der Fahrt.
Die Teilnehmer setzten sich gruppenweise zusammen, weil sie an verschiedenen Haltestellen ausstiegen, und zwar die Gruppe 3 an der Haltestelle Waldhaus und die Gruppe 4 an der Walserschanze. Die Gruppen begaben sich nun getrennt auf den Weg zur Außerwaldhütte. Nur mit Kompass und Karte ausgerüstete mussten sie den Weg selber finden. Beim Wandern sollten die Schnellen auf die Langsamen und die Starken auf die Schwachen Rücksicht nehmen. An einer großen Kreuzung etwa 10 Minuten vom Ziel entfernt, trafen sich die beiden Gruppen. Hier machten wir kurz Rast und aßen unsere mitgenommene Brotzeit, um dann frisch gestärkt den neuen Aufgaben entgegenzugehen.

Die Hütte ist ein 450 Jahre altes Bauernhaus. Auch heutzutage gibt es dort keinen Strom, das bedeutete für uns, dass wir vor dem Essenkochen erst einmal Holz hacken und den Herd anheizen mussten. Das Wasser kommt aus einer Quelle, also musste alles Trinkwasser abgekocht werden.

Die Aufgabe des Holzhackens und des Anheizens von Kamin und Herd übernahmen ein paar Jungen. Die Verpflegungsgruppe, das waren Burcu, Derya, Tülay und Emine,machten sich gleich an die Zubereitung des Abendessens. Die Übrigen brachten ihre Rucksäcke in die Matratzenlager und halfen, wo sie konnten. Gegen acht Uhr konnten sich alle in der gut eingeheizten Stube an die schön gedeckten Tische setzten und das liebevoll zubereitete Essen genießen. Es gab Spaghetti mit Hackfleischsoße und Salat. Es schmeckte sehr lecker!!!

Später saßen wir alle in der dunklen Hütte bei Kerzen- und Petroleumschein und hörten Frau Anstätt und unserer Trainerin Judith Pfitzer beim Singen zu. Um 23 Uhr gingen alle ins Bett. Allerdings konnten wir noch nicht gleich schlafen. Der Tag war so ereignisreich gewesen und wir wussten, dass der nächste noch spannender werden
würde.    

Derya, Burcu, Emine, Tülay

 

4. Tag: Donnerstag 5.05.2005

Das Spülteam und Putzteam bereiteten für alle das Frühstück zu. Nach dem köstlichen Frühstück wuschen wir das Geschirr ab, putzen die Küche und reinigten die übrigen Räume, denn wir wollten das Haus so verlassen, wie wir es vorgefunden haben. Anschließend packten wir unsere Rucksäcke und stellten sie auf die überdachte Terrasse vor dem Haus. In der Zwischenzeit wurde den Wegeverantwortlichen die restliche Strecke beschrieben. Die Essensreste und der übrige Abfall wurde in Plastiktüten sortiert und mit ins Tal genommen.

Nachdem alle notwendigen Arbeiten beendet waren, machten wir uns auf den Weg ins Tal und erreichten am frühen Nachmittag unser nächstes Etappenziel, die Schwendebrücke, die das Breitachtal überbrückt. Unsere Aufgabe lautete hier: Abseilen des Teams aus 50 m Höhe auf den darunter verlaufenden Weg. Bei dieser Aktion war der Sinn, Vertrauen zu seinen Klassenkameraden zu haben und hilfsbereit zu sein. Wir haben gelernt, dass wir miteinander kommunizieren und einander Vertrauen schenken können. Gegen drei Uhr nachmittags waren wir mit dem Abseilen fertig und fuhren zurück nach Baad. Alle freuten sich nur noch auf die warme Dusche.

Vor dem Abendessen fand noch eine Abschlussbesprechung statt, in der die Arbeit der einzelnen Teams und der gesamten Gruppe 3 und 4 beurteilt wurde.
Zum krönenden Abschluss veranstalteten wir nach dem Abendessen zusammen mit der 8a einen Schönheitswettbewerb, bei dem die Jungen wie Mädels geschminkt und angezogen wurden. Eine Jury durfte beurteilen, welcher Junge am besten wie ein Mädchen angezogen war und tanzen, reden und laufen konnte.

In der restlichen Zeit des Abends bereiteten die meisten Teilnehmer ihre Abreise vor.

Philipp, Alexander, Markus, Daniel

 

5.Tag: Freitag 6.05.05

Am letzten Tag in Baad sollten wir dafür sorgen, dass alle rechtzeitig die Sachen gepackt und die Zimmer geräumt hatten. Das Gepäck musste im Flur des Erdgeschosses deponiert und die Schlafräume von den Zimmerbewohnern gereinigt werden. Judith, die Trainerin von Gruppe 4, kontrollierte, ob alle Räume in Ordnung waren. Anschließend gaben wir unsere ausgeliehenen Sachen zurück, z.B. Schuhe, Ponchos usw ... Kurze Zeit später fand eine Abschlussbesprechung statt, in der wir unsere Klettergurte abgaben.

Jeder Teilnehmer schrieb einen kurzen Erlebnisbericht darüber, wie er die Woche persönlich empfunden hat und erzählte den anderen, was ihn am meisten beeindruckt hat. Anschließend malten wir zusammen ein Bild, auf dem jeder seine wichtigsten Eindrücke darstellte. Zum Abschluss bekamen wir Zertifikate über unsere neu erlernten Kompetenzen. Da die Firmen heutzutage sehr viel Wert darauf legen, kommt uns diese Woche auch bei unserer Lehrstellensuche zugute.

Danach gingen wir alle in den Speisesaal zum Mittagessen. Nach dem Essen wartete auch schon der Bus auf uns. Wir packten unser Gepäck in den Kofferraum des Busses, verabschiedeten uns von den Trainern und fuhren los.

Gegen 15.30 Uhr erreichten wir Augsburg.

Amanda

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