Verantwortliche, Ausbilder und Experten aus 42 Firmen und Berufsbildungseinrichtungen standen an diesem Abend den Schülerinnen und Schülern zu Information und Gespräch zur Verfügung. In 18 Branchen von Verkaufs berufen über Hotel- und Gaststättenberufe bis zu Metall-, Kfz- und Elektroberufen konnten die Schüler der 9. Abschlussklassen sich umsehen.

Für die meisten der insgesamt 160 Schülerinnen und Schüler der beiden Lechhauser Nachbarschulen war es ein interessanter Abend. Zum ersten Mal stand die Branche bzw. der Berufsbereich im Vordergrund. Denn: Für jede Schülerin und jeden Schüler kommt nicht nur ein Beruf in Frage, jeder ist für verschiedene Berufe geeignet - was meist ja auch die Wahl so schwierig macht. Oft trennen einen aber hohe Hürden (Noten, Schulabschluss, ... ) vom Lieblingsberuf, also ist es praktisch, wenn die Jugendlichen rechtzeitig nach ebenfalls interessanten Alternativberufen Ausschau halten. Größere Flexibilität bei der Suche nach Ausbildungsstellen verspricht in Zeiten großer Lehrstellenknappheit schließlich auch mehr Chancen. Daher sollten die Schülerinnen und Schüler an diesem Abend in den verschiedenen Berufsbereichen einander ähnliche, miteinander verwandte Berufe kennen lernen und vergleichen können.

Worauf kommt es in diesen Berufen besonders an? Passen die Anforderungen in der Ausbildung zu mir? Kann ich das in einem Praktikum ausprobieren? Reichen meine Noten für diese Ausbildung oder brauche ich dazu unbedingt den QA? Welche anderen Möglichkeiten habe ich? Worauf legt der Ausbilder Wert? Worauf kommt es neben den Noten noch an? Wie und wann sollte ich mich bewerben? Hat dieser Beruf Zukunftschancen? Auf diese und viele andere Fragen erhielten die Schulabgänger Antworten, die ihnen bei Berufswahl und Bewerbung weiterhelfen konnten.

Einige Firmen kamen sogar zu zweit oder zu dritt, u. U. mit einem Auszubildenden, der aus  erster Hand berichten konnte. Die Informationen über manche Berufe beschränkten sich nicht nur auf das Gespräch: Einige Experten hatten reichlich Anschauungsmaterial mitgebracht, so dass ganz praktisch das Besondere z. B. eines Isolierers oder Dachdeckers gezeigt werden konnte.

Natürlich konnten nicht alle Berufswünsche der Schülerinnen und Schüler erfüllt werden, trotzdem hatten die meisten interessante Begegnungen mit zum Teil wirklich neuen Anregungen. Von Seiten der Firmenvertreter und Ausbilder gab es ebenfalls überaus positive Rückmeldungen: Sie waren angetan von Interesse und Engagement der Schüler und konnten  sich durchaus den einen oder anderen Schüler als zukünftigen Azubi vorstellen. Immer wieder - insbesondere auch beim Eingangsreferat von Herrn Marx, einem ehemaligen Schüler der Schiller-Schule - kam zum Ausdruck, dass Hauptschüler es beruflich durchaus zu etwas bringen können, wenn sie engagiert und lernbereit sind. Und die anwesenden Experten zeigten durchaus Bereitschaft. unseren Schülerinnen und Schülern die Chance auf einen Ausbildungsplatz zu geben.

So trug der Abend zu einigen neuen Kontakten sowie zu Praktikumsangeboten bei. die in einigen Fällen tatsächlich mit zu einem Lehrvertrag beitrugen!

Friederike Schneider

   
   
   
   
   
   
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