Preis „AUFSTEHEN“

Der Augsburger Bürgerstiftung „Beherzte Menschen“

 

Als wir an unserer Schule davon hörten, dass die Bürgerstiftung Augsburg auf der Suche nach Kandidaten bzw. Kandidatinnen für den Jugendpreis "Aufstehen" für "Beherzte Menschen" war, dachten wir uns, dass unter unseren 600 Schülerinnen und Schülern mit Sicherheit jemand zu finden sein müsste, der diesen Preis verdient.

Und was lag näher, auf der Suche nach einem solch verdienstvollen Jugendlichen an die Mitglieder unseres Schulsanitätsdienstes oder unserer Streitschlichtergruppe zu denken, die einerseits für die Nominierung selbst in Frage kommen bzw. andererseits bei der Suche nach einem geeigneten Kandidaten wichtige Hinweise geben könnten.

Und so wurden von unserem Kollegen Klaus Schreiner zwei Mädchen unseres Schulsanitätsdienstes auserkoren, bei ihren Mitschülern Interviews durchzuführen, die sie auf die Spur potentieller Kandidaten führen sollten.

Unsere "Interviewerinnen" machten sich also an die Arbeit und befragten eine Reihe von Schülerinnen und Schülern - und in einmütiger Übereinstimmung wurde immer wieder derselbe Name genannt:

Tobias aus der Klasse 10M, seines Zeichens führendes Mitglied des Schulsanitätsdienstes!


Natürlich durfte es nicht bei der bloßen Namensnennung bleiben, die Nominierung musste schon gerechtfertigt sein - einige Begründungen seien hier zitiert:

Als ich neu in den Schulsanitätsdienst kam, war ich noch sehr unsicher. Tobias hat sich darum gekümmert, dass ich in kurzer Zeit das nötige Rüstzeug bekam.

(Zeynep, Klasse 9a)

Ich bin froh, dass Tobias da ist, weil er gut mit kleinen Kindern umgehen und sie trösten kann. Er ist eine Bereicherung für den Schulsanitätsdienst.

(Yvonne, Klasse 9a)

Tobias hat mir viel geholfen. Wenn ich mit ihm zusammen Dienst hatte, hat er mir alles ganz genau erklärt. Jetzt bin ich fast so versiert wie er.

(Stephan, Klasse 8a)

Tobias ist mein Bruder. Daher weiß ich, dass er sich nicht nur im Schulsanitätsdienst, sondern auch darüber hinaus für das Wohl seiner Mitmenschen einsetzt.

(Michael, Klasse 8a)

Als ich mit Tobias einmal in der Stadt war, ist eine alte Frau in Ohnmacht gefallen, und ich war total begeistert, wie er sich um die alte Dame gekümmert hat.

(Sebastian, Klasse 8a)

Tobias hat viele Mitschüler für den Schulsanitätsdienst geworben, weil er genau weiß, dass man dort in jeder Beziehung viel lernen kann.

(Gizem, Klasse 8cM)

Dem war eigentlich nichts hinzuzufügen - Tobias erschien uns zweifellos als ein würdiger Kandidat - und als ein solcher wurde er dann der zuständigen Jury vor der Preisverleihung am 9. November im Augsburger Zeughaus wärmstens ans Herz gelegt.

Allerdings wurde auch nachdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich vor allem bei den befragten Mitgliedern der Schulsanitätergruppe selbst auch um sehr engagierte Jugendliche handelt, die sich alle immer wieder durch besonderen Einsatz für die Gemeinschaft auszeichnen.

Eigentlich wären sie alle gemeinsam für eine Nominierung in Frage gekommen.

Bei der Bekanntgabe der Gewinner wurde es dann richtig spannend: Unter dem Beifall seiner "Mitstreiter"

wurde Tobias mit dem 2. Preis ausgezeichnet

- sicher auch stellvertretend für den ganzen Schulsanitätsdienst!

Zum Schluss sei uns noch gestattet einen Gedanken aufzugreifen, der uns im Zusammenhang mit der Preisverleihung durch den Kopf ging:

Deutschland ist zwar im herkömmlichen Sinne ein rohstoffarmes Land - doch verfügt es über einen ganz wichtigen immateriellen Rohstoff - und der ist sogar nachwachsend:

Es sind unsere Kinder und Jugendlichen - und dabei muss man nicht immer - vor allem vor dem Hintergrund der PISA-Studie - nur an zukünftige Wissenschaftler oder Wirtschaftsbosse denken.

 


Viel wichtiger ist es, dass ständig und immer wieder "beherzte Menschen" mit dem Herz auf dem richtigen Fleck "nachwachsen" - und wenn wir an die vielen engagierten Jugendlichen gerade auch an unserer Schule denken, wird mir um die Zukunft unseres Landes nicht bange - wenn unser Land unseren - und besonders solchen Jugendlichen - eine Zukunft gibt - sie haben es jedenfalls alle verdient!

 

K. Schreiner / G. Breunig

   
   
   
   
   
   
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