Zähes Ringen um Fortsetzung der Schulsozialarbeit

Frau Schneider muss uns erhalten bleiben!

Als bei der Eröffnung des traditionellen Berufsinfomarktes im Oktober zum wiederholten Male in aller Deutlichkeit darauf hingewiesen wurde, dass der Vertrag mit unserer bewährten und allseits geschätzten Schulsozialpädagogin, Frau Friederike Schneider, zum 31.12.2005 auslaufen würde, erfüllte dies Schülerinnen und Schüler sowie Kollegium und Elternschaft mit großer Sorge.

Zähes Ringen um Fortsetzung der Schulsozialarbeit

Frau Schneider muss uns erhalten bleiben!

 

Als bei der Eröffnung des traditionellen Berufsinfomarktes im Oktober zum wiederholten Male in aller Deutlichkeit darauf hingewiesen wurde, dass der Vertrag mit unserer bewährten und allseits geschätzten Schulsozialpädagogin, Frau Friederike Schneider, zum 31.12.2005 auslaufen würde, erfüllte dies Schülerinnen und Schüler sowie Kollegium und Elternschaft mit großer Sorge.

Dass Frau Schneider ab Januar nicht mehr da sein sollte, war absolut unvorstellbar, wirkt sie doch seit ihrem Dienstantritt im März 2004 in unserem Schulhaus äußerst segensreich, in erster Linie als Ansprechpartnerin für Schüler, Lehrer, Eltern und Ausbildungsbetriebe.

Alle Beteiligten wissen nur zu gut, dass ihre Kompetenz und ihr Engagement gar nicht hoch genug eingeschätzt werden können. Das gilt auch für das Vertrauensverhältnis, das zwischen Frau Schneider einerseits und der Schulleitung, dem Kollegium, der Elternschaft und vor allem unseren Schülerinnen und Schülern andererseits von Anfang an bestanden hat.

Dabei umfasst ihr Angebot für unsere Schule nicht nur vielfältige Hilfestellung bei allen Fragen der Berufswahl und individuelle Unterstützung bei Bewerbung und Stellensuche, zu ihrer Arbeit gehören auch Konfliktberatung und Motivationshilfe, darüber hinaus versteht sie sich seit jeher als täglich präsente Ansprechpartnerin und Vermittlerin bei schulischen und privaten Problemen und leistet mit ihrem umfassenden Engagement einen eminent wichtigen Beitrag zur Gewaltprävention und zum friedlichen Miteinander an unserer Schule.

Fieberhaft wurde nun seit Herbst 2005 überlegt, wie man den absoluten "Supergau" verhindern kann, vor allem angesichts der Tatsache, dass kontinuierliche Schulsozialarbeit heutzutage absolut unverzichtbar ist.

Besonders unsere Schülerinnen und Schüler der 8., 9. und 10. Jahrgangsstufe suchten von sich aus nach Möglichkeiten, Frau Schneiders "Engagement" an unserer Schule verlängern zu helfen, und entfalteten dabei neben beeindruckender Kreativität zahlreiche Aktivitäten. So beschlossen sie u. a. sich in persönlichen Briefen an die politischen Entscheidungsträger zu wenden.

Diese Briefe konnten erfreulicherweise vorübergehend in der Schublade verschwinden, als wir Mitte November erfuhren, dass Frau Schneider auch nach dem Auslaufen eines Teils der Fördergelder wenigstens bis zum Schuljahresende ihre Arbeit würde fortsetzen können.

Das war neben dem Engagement der Stadt Augsburg vor allem auch den enormen zusätzlichen Anstrengungen der "gfi Augsburg" als Träger der Maßnahme zu verdanken, die sich bereit erklärte, die zwischenzeitlich entstandene Finanzierungslücke von 30 % für einen befristeten Zeitraum zu schließen, wofür wir zu großem Dank verpflichtet sind. Wie in all den Jahren der vertrauensvollen Zusammenarbeit hat sich unser bewährter Träger auch in dieser schwierigen Situation als kooperativer und absolut verlässlicher Partner erwiesen.

Spätestens nach dem Zwischenzeugnis packte uns die Unruhe jedoch erneut, nahte doch das Schuljahresende mit Riesenschritten.

Jetzt war es an der Zeit, mit der Bitte um Unterstützung an die wichtigen Entscheidungsträger heranzutreten, vor allem an die Vertreter der bayerischen Staatsregierung und unsere Landtagsabgeordneten.

Zunächst sammelten unsere Schülerinnen und Schüler Hunderte von Unterschriften bei Mitschülern und Eltern:
Zusammen mit den bereits verfassten und weiteren neu geschriebenen Schülerbriefen gingen die Unterschriftenlisten dann mit den entsprechenden Begleitschreiben den Verantwortlichen in der Politik zu, die, nicht zuletzt aufgeschreckt durch die alarmierenden Vorfälle an verschiedenen Schulen in diesem Frühjahr doch sensibilisiert für unser Anliegen schienen:

Begleitet und unterstützt wurden unsere Aktivitäten dankenswerterweise von den lokalen Medien.

So waren die Augsburger Allgemeine, die Stadtzeitung und auch unser lokaler Fernsehsender  TV-Augsburg seit Ende März fast schon Dauergast in unserem Hause. Alle Medienvertreter konnten sichtlich beeindruckt vom großen Engagement aller Beteiligten berichten, was vor allem für unsere Schülerinnen und Schüler gilt, die mit unverminderter Einsatzbereitschaft für die Fortsetzung der Schulsozialarbeit unter Federführung von frau Schneider kämpfen, übrigens unterstützt von engagierten Augsburger Kommunal- und Landespolitikern und Vertretern des Schulreferats, die sich stets im Rahmen ihrer Möglichkeiten für unsere Belange stark gemacht haben und weiter stark machen.

Als sich im Laufe des Monats Mai abzeichnete, dass trotz aller Bemühungen - auch unser Elternbeirat hatte nichts unversucht gelassen und sich mit großem Nachdruck mit unserem gemeinsamen Anliegen an die Verantwortlichen gewandt - zumindest für dieses Jahr von staatlicher Seite keine Unterstützung mehr zu erwarten sein würde, lenkten wir unsere Anstrengungen in eine andere Richtung:

Jetzt traten wir an Augsburger Unternehmen, vor allem im Lechhauser Raum, und an gemeinnützige Institutionen heran mit der Bitte, die drohende Finanzierungslücke wenigstens für den Rest dieses Jahres schließen zu helfen. Dabei handelt es sich um einen Betrag von 5.500,-- €, der etwa 30% der benötigten Gesamtsumme entspricht. 60% der Kosten werden weiterhin von der Stadt Augsburg getragen, 10% von der gfi.

Mittlerweile haben wir uns in dringenden Appellen an ca. 30 Adressaten gewandt mit der Bitte um Unterstützung.

Bis Redaktionsschluss konnten wir erste Erfolge verbuchen:

  • Das namhafte Fuß-Institut Drescher hat sich bereit erklärt, uns einen gewissen Prozentsatz pro verkauftes Paar Schuhe zukommen zu lassen.
  • Die Firma KUKA, auf deren Hilfe wir auch früher schon immer wieder zuverlässig rechnen konnten, hat signalisiert, uns mit einer größeren Summe zu unterstützen.
  • Das Augsburger Friedenshaus - Aktionsteam hat bereits angekündigt, einen Teil des Erlöses beim Verkauf der Friedenshäuschen anlässlich des Augsburger Friedensfestes am 8. August 2006 auf dem Rathausplatz für unser Anliegen zur Verfügung zu stellen.

Allen Unterstützern möchten wir bereits vorab an dieser Stelle unseren herzlichen Dank aussprechen. Wichtig wäre nun, dass diese großartigen Vorbilder Nachahmer finden, worauf wir ganz fest bauen. Natürlich sind auch private Spenden hochwillkommen, jeder Euro zählt!

Eines muss nämlich in jedem Fall gelingen:

Frau Schneider muss uns erhalten bleiben,

denn kontinuierliche Schulsozialarbeit ist heutzutage absolut unverzichtbar und Schulsozialarbeit an unserer Schule ist untrennbar mit ihrem Namen verbunden!

 

G. Breunig

   
   
   
   
   
   
   

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