Die Schulleiter bis 1999

Trotz intensiver Nachforschungen ist es leider nicht gelungen, die „Ahnenreihe" der Schulleiter an der Schillerschule bis zu den Anfängen lückenlos zurückzuverfolgen. Erste verlässliche Aufzeichnungen existieren aus dem Schuljahr 1919/1920.

Lehrerschaft klDiesen ist zu entnehmen, dass die Schulleitung in dieser Zeit dem Oberlehrer Martin Heinrich oblag, der die Geschicke unserer Schule bis weit in die dreißiger Jahre hinein lenkte. Aus dieser Zeit stammt auch das Foto, das um 1936 aufgenommen wurde. Was dabei besonders auffällt, ist eine damals schon hochkarätige Zusammensetzung des Lehrerkollegiums, denn neben dem „Vater Heinrich" genannten Schulleiter in der Bildmitte sind mit Aloisia Gütlein (hintere Reihe, Mitte) und Arkad Gropper (ganz rechts unten) zwei seiner Nachfolger zu erkennen – im Übrigen gehörte zu dieser Zeit auch der spätere langjährige Augsburger Stadtschulrat Dr. Eduard Nübling zum Kollegium!

Ende der 30er und zu Beginn der 40er Jahre – als die Schillerschule bereits als Hilfskrankenhaus diente und die Klassen auf mehrere andere Schulgebäude verteilt werden mussten – wechselte die Schulleitung in den damaligen unruhigen Zeiten des Öfteren. Bis Ende des Schuljahres 1940/41 leitete Hugo Holderried die Schillerschule, auf ihn folgte Max Sattelmair.

Schulleiter alt

 

 

 

 

Nach Kriegsende, als die Schillerschule weiterhin „heimatlos" war, übernahm dann für viele Jahre Aloisia Gütlein die Schulleitung. Auf sie folgte im Jahre 1961 Edgar Zott - das nebenstehende Foto zeigt ihn (Mitte) mit seinen Nachfolgern Arkad Gropper (rechts) und Josef Baur vor der Schillerstatue in unserem Hof.

 

 

 

 

 

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Mit der Einweihung des neuen Schulgebäudes im Jahre 1966 kehrte dann ein „Urgestein" der Schillerschule als Rektor „nach Hause" zurück: Arkad Gropper, der zusammen mit seinem Vorgänger und den Verantwortlichen der Stadt Augsburg bereits auch in die Planungen der neuen Schiller-Volksschule involviert war. Unter seiner Leitung wurde unsere Schule Modellhauptschule, deren Geschicke er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1973 leitete.

 

 

 

 

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Zu diesem Zeitpunkt war Josef Baur bereits einige Jahre Konrektor, und es war nur folgerichtig, dass er Arkad Gropper schon bald im Rektorenamte nachfolgte, war sein Name doch untrennbar mit der Entwicklung der Hauptschule und insbesondere ihres zentralen Unterrichtsgebietes, der Arbeitslehre, verbunden. Allerdings lag ihm nicht nur die Hinführung unserer Schülerinnen und Schüler zur Wirtschafts- und Arbeitswelt am Herzen. Ganz bewusst förderte er auch deren musische Erziehung.


Baur Goppel

 

Daher erinnern wir uns u. a. auch gern an die „Woche der Kunsterziehung", die er 1975 initiierte und die ein ganz besonderes „Highlight" darstellte. Das gilt ebenso für den Besuch von Ministerpräsident Alfons Goppel (rechts), als dieser am ersten Schultag des Schuljahres 1976/77 anlässlich der Aktion „Sicher zur Schule - Sicher nach Hause", die an der Schule an der Schackstraße stattfand, in Augsburg weilte.

 

Im Übrigen war - wie schon in den dreißiger Jahren - die Schillerschule offenbar auch in Josef Baurs Zeit für manche Kollegin und für manchen Kollegen eine wichtige Station auf dem unaufhaltsamen Weg nach oben. So gehörten dem Lehrerkollegium in den siebziger Jahren etwa Hiltrud Priebe als Konrektorin und auch Ignaz Stechele an, deren steile Karriere sie bis in die Chefetagen der Schulämter in Augsburg bzw. in Aichach führte.

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Bildmitte: Josef Baur -- vordere Reihe rechts: Ignaz Stechele -- links dahinter (gemustertes Kleid): Hiltrud Priebe

 

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Nach Josef Baurs plötzlichem und allzu frühem Tod im März 1980 übernahm zu Beginn des Schuljahres 1980/81 Werner Greß die Schulleitung. Gerne denken wir zurück z. B. an seinen hartnäckigen Einsatz für eine eigene Bühne, auch sein sportliches Engagement ist uns in bester Erinnerung: Er war unermüdlicher Förderer und Leiter von Schulskikursen, begleitete unzählige Klassen bei Fahrten und Touren vor allem ins Gebirge und war jahrelang entscheidender Motor des Lehrersports an der Schiller-Volksschule. Einen besonderen Erfolg konnte er feiern, als im Schuljahr 1992/93 unser Hartplatz eingeweiht wurde. 1991 beging unter seiner Regie die neue Schillerschule ihr 25jähriges Jubiläum, ein Jahr später konnte unsere Schülerbücherei eingeweiht werden, und schon frühzeitig stellte Werner Greß die Weichen für den Weg der Schule ins EDV- Zeitalter. Unter seiner „Stabführung" wurde die Schülerzeitung an der Schiller-Volksschule aus der Taufe gehoben, und auch die Einführung des Jahresberichtes vor nunmehr 20 Jahren ist untrennbar mit seinem Namen verbunden.

 

 

 

 

 

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Als Werner Greß 1999 Abschied von der Schillerschule nahm, schrieb er: „Meinem Nachfolger, wer immer dies auch sein mag, wünsche ich, dass er Bewährtes übernimmt, dass er aber auch mit Kreativität eine innovative Weiterentwicklung unserer Schule betreibt." Da ich (Georg Breunig, Red.) die letzten Jahre der Ära Gropper, die Rektorenzeit Josef Baurs und auch die neunzehn Schulleiterjahre von Werner Greß persönlich an der Schiller-Volksschule miterleben durfte, weiß ich, dass beide genannten Aspekte immer in ausgewogener Weise Berücksichtigung gefunden haben. Alle Schulleiter verstanden es, stets die Balance zu halten, wenn es darum ging, einerseits auf bewährten Spuren zu wandeln, andererseits aber innovativ, einfallsreich und zielstrebig die Schule weiterzuentwickeln und dabei durchaus auch neue Wege zu beschreiten. Unserer Schule ist es stets zugute gekommen, in diesem zweifachen Sinne Bewährtes zu übernehmen — und auch ich bemühe mich als Schulleiter diesem Anspruch gerecht zu werden.

 

G. Breunig

 

 

 

 

   
   
   
   
   
   
   
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