Konrektor Koller wechselt in den Ruhestand

Herr Reinhard Koller war seit 1994 als Zweiter Konrektor an der Schule tätig und beendete zum Ende des Schuljahres 2010/2011 seine aktive Dienstzeit.

Die folgende Würdigung - verfasst von G. Breunig - ist in Ausschnitten dem Jahresbericht 2011 entnommen:

Er wird der Schule fehlen – an allen Ecken und Enden!

Eigentlich ist es völlig unvorstellbar, aber ab dem nächsten Schuljahr wird die Schillerschule ohne ihn auskommen müssen: Unser langjähriger Konrektor Reinhard Koller beendet mit Ablauf dieses Schuljahres seine aktive Laufbahn im Schuldienst und tritt in den wohlverdienten Ruhestand, nachdem er weit über drei Jahrzehnte die Entwicklung unserer Schule und auch ihr Profil ganz maßgeblich mitgeprägt hat. Koller angepasst

 In den Siebzigerjahren „verschlug“ es ihn von Amberg in der Oberpfalz nach Augsburg, wo er nach dem Besuch des Bayernkollegs ... und der Pädagogischen Hochschule in die Fußstapfen seiner Ehefrau trat und ihr nach Beendigung des Vorbereitungsdienstes bald schon an unsere Schule folgte, der er – trotz manch verlockender Angebote – bis zuletzt treu blieb.

 Seine „Karriere“ hier an unserem Haus begann er als Lehrer an der Grundschule, der er während seiner ganzen aktiven Zeit stets verbunden blieb, wenn er auch bald schon „weiter oben“ gebraucht wurde. Weil nämlich am Ende der Siebziger- und zu Beginn der Achtzigerjahre die Hauptschullehrkräfte – das gab es auch damals schon! - rar waren, wechselte er – ohne zu murren, wenn auch nicht ganz leichten Herzens – in „höhere Regionen“. Und wo immer er eingesetzt wurde, stand er seinen Mann, ob in der 7. und 8. Jahrgangsstufe oder in den Klassen fünf und sechs.

 Aber nicht nur in „seinen“ Klassen brachte er sich souverän, aktiv und überaus engagiert stets voll und ganz ein. Immer ging sein Blick über den Tellerrand der eigenen Klasse  bzw. Jahrgangsstufe hinaus, neue Entwicklungen „erspürte“ er früher als manch anderer, und so galt zu Beginn der Achtzigerjahre schon früh sein Interesse dem Computer, der als PC damals noch in den Kinderschuhen steckte. Mit Enthusiasmus und Elan stürzte er sich in die Welt der EDV, die ihn magisch anzog und schon bald total in ihren Bann schlug – zum Wohle unserer ganzen Schule. Auf dem Gebiet der elektronischen Datenverarbeitung war er ein echter Pionier, und das nicht nur in unserem Schulhaus. Und so blieb er fast drei Jahrzehnte bis zum heutigen Tage der absolute und unbestrittene Fachmann in allen Computerfragen, ob sie nun den Unterricht, die Schulverwaltung oder das Internet betrafen bzw. betreffen.                                                                       

Unvergessen ist die Zeit, als er in unserem ersten Computerraum nächtelang gebastelt, getüftelt, Geräte ausprobiert und überprüft hat, damit sowohl im Büro als auch im Schulbetrieb alles stets reibungslos funktionieren konnte. Und daran hat sich auch kaum etwas geändert, als die Computer schneller, leistungsfähiger und vielseitiger und als aus einem zwei Computerräume wurden, in denen er noch in den letzten Wochen dieses Schuljahres mithalf, die neueste Generation an Hardware und Software zu installieren, damit unsere Schülerinnen und Schüler wie seit Jahrzehnten gewohnt bestmöglich auf die Herausforderungen der Wirtschafts- und Arbeitswelt vorbereitet werden können und die Lehrkräfte optimale Arbeitsbedingungen vorfinden.

 Für diese guten Arbeitsbedingungen hat Reinhard Koller im Laufe der Jahre auch immer wieder mit seinen legendären schulinternen Lehrerfortbildungen gesorgt, die uns allen in bester Erinnerung sind, haben wir alle dabei doch nicht nur jede Menge Computer-Know-How vermittelt bekommen, sondern gleichzeitig viele kurzweilige Abende erlebt, wo souveräne Fachkompetenz, gepaart mit einer gehörigen Portion oft hintergründigen Humors (Oberpfalz!), Weiterbildung am PC immer zu einem echten, nachhaltigen und zudem überaus unterhaltsamen Erlebnis werden ließ. Das können auch die zahllosen Kolleginnen und Kollegen anderer Schulen bestätigen, die in all den Jahren den Einladungen zu seinen Fortbildungen genauso gerne gefolgt sind wie Teile unserer Elternschaft, für die er immer wieder spezielle Kurse angeboten hat.

All das kommt nicht von ungefähr und hat natürlich auch seinen Preis. ...

Immer war auf Reinhard Koller Verlass, wenn man ihn – oft genug auf die Schnelle – brauchte, weil wieder einmal „der Wurm drin“ und  deshalb buchstäblich Not am Mann war.

 „Ganz nebenbei“ war er auch bis zuletzt Klassleiter bzw. engagierter Fachmann besonders im naturwissenschaftlichen Unterricht und er wirkte darüber hinaus viele Jahre als Zweiter Konrektor, wobei er sich in den letzten Jahren neben seinen ohnehin schon mannigfaltigen Pflichten und Aufgaben auch um den immer breiter gefächerten Bereich der Jahrgangsstufenarbeiten und das alljährliche ADAC-Fahrradturnier gekümmert hat.

 Sein Hauptaufgabengebiet war aber nach wie vor die Betreuung der EDV an der Schillerschule. Dass es speziell in diesem Bereich ohne ihn weitergehen kann, ist eigentlich kaum vorstellbar. Dabei geht es aber nicht nur um die alljährliche Erstellung bzw. Anpassung der Zeugnisformulare, um die Vernetzung der Computeranlagen, um die Betreuung des Systems generell oder um die zahlreichen Tätigkeiten bei den alljährlichen schulorganisatorischen oder planerischen Aufgaben sowie um die Bearbeitung zahlreicher Statistiken, um nur einige der vielfältigen Aufgaben zu nennen.

 Erst mit Beginn des letzten Schuljahres hat Reinhard Koller nach zahllosen Stunden, Tagen und Wochen der Vorbereitung die äußerst gelungene und vielbeachtete Homepage der Schillerschule aus der Taufe gehoben – wie es damit in Zukunft weitergehen soll, steht zum gegenwärtigen Zeitpunkt buchstäblich noch in den Sternen. Allerdings nehme ich schon an, dass er wenigstens als Betrachter von außen „ein Auge darauf haben“ wird, denn die Liebe zum Computer wird ihn auch im Ruhestand sicher nicht loslassen. Sie wird vielleicht eher noch zunehmen, wenn er – nicht mehr eingezwängt in den bisherigen engen Zeit- und Terminplan – sich in Ruhe auch einmal den vielfältigen Tätigkeiten am PC zuwenden kann, die nicht unmittelbar mit Schule zu tun haben.

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 Zum Schluss bleibt uns nur, uns ganz, ganz herzlich bei unserem hochgeschätzten langjährigen Konrektor und Kollegen für alles zu bedanken, was er für uns und unsere Schule getan und geleistet hat und ihm bei allem, was die Zukunft bringen wird, viel Glück und Gottes Segen zu wünschen! ...

   
   
   
   
   
   
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