Die letzte Seite

Vor genau zehn Jahren unternahm ich hier an der Schiller - Schule den Versuch, als eine der wenigen Augsburger Volksschulen einen Jahresbericht zu erstellen. Die erste Auflage startete mit 60 Seiten, in der Zwischenzeit hat sich der Umfang unserer Jahresbilanz deutlich erhöht. Nicht von Anfang an waren alle Lehrkräfte von diesem Vorhaben begeistert, und so entstand im Folgejahr eine Denkpause, aber kein Bericht. Vielleicht wurde diese Lücke als schmerzlich oder unnötig empfunden, denn ab dem Schuljahr 1989/90 wurde diese Dokumentation institutionalisiert und ohne Unterbrechung bis zum heutigen Tag fortgeführt.

Wenn man eine Idee realisieren möchte, die mit viel zusätzlicher Arbeit verbunden ist, dann muß man selbst mit vollem Engagement dahinter stehen. Ich habe dies zehn Jahre gerne praktiziert, Fotos geschossen und entwickeln lassen, in alten Schulunterlagen nach interessanten Dokumenten aus früheren Jahren gesucht, Artikel geschrieben, Gedichte verfaßt und anderen bei der Erstellung von Beiträgen geholfen. Es war ein Hobby, keine vorgeschriebene Schulleiteraufgabe mit entsprechendem Stundendeputat, ein Hobby, das viel Freude bereitet hat, besonders dann, wenn man kurz vor Schuljahresschluß eines der frisch gedruckten Exemplare in den Händen hielt.

Ich stöbere gerne in früheren Ausgaben und lasse die Zeit von damals Revue passieren. Dabei entdeckt man interessante Zufälle: Der erste Jahresbericht zeigt Fotos von meinem 50. Geburtstag, in diesem Heft können Sie eines von meinem Sechzigsten entdecken, ein Zeitpunkt, der mich leider zum Umdenken zwingt. Da die sonstigen schulischen Aufgaben und vor allem die gesundheitlichen Probleme zunehmen, und lediglich die für ein solches Aufgabenpotential nötigen Kräfte sich reduzieren, soll dies die letzte Seite in meiner Funktion als Motor und letztlich Verantwortlicher für den Jahresbericht sein. Mein persönlicher Rückzug muß und darf jedoch nicht das Aus für diese Chronik der Schiller - Schule bedeuten. Es wäre schade. Ich hoffe und wünsche, daß Jüngere aus unserem Kollegium diese Tradition fortsetzen wollen und werden.

An dieser Stelle sage ich ein herzliches Dankeschön allen Lehrerinnen und Lehrern, die mit viel Engagement und Kreativität an der Entwicklung und Gestaltung unserer Dokumentationsreihe mitgewirkt haben, Frau Unger für ihre unermüdliche Schreibarbeit, Herrn Koller für die professionelle druckreife Vorbereitung der einzelnen Beiträge und Daten sowie Herrn Kühne für die redaktionelle Zusammenstellung, Beschaffung von Werbebeiträgen und Betreuung der Drucklegung.

Mein Dank gilt aber auch allen Firmen, die durch ihre Werbepassagen ermöglichten, daß wir die Erstellung dieses Werkes jedes Jahr in einem überschaubaren finanziellen Rahmen halten und die Berichte nicht allzu teuer an die Eltern und Kinder weitergeben konnten. Bitte unterstützen Sie uns weiterhin, wir sind mehr denn je auf Ihre Hilfe angewiesen.

Wir konnten den Jahresbericht nur erstellen und finanziell kalkulieren, weil auch jede Familie von vornherein zur Abnahme eines Exemplars bereit war. Für diesen jährlichen Vertrauensvorschuß möchte ich mich bei allen Eltern herzlich bedanken. Ich hoffe und wünsche, daß Ihnen das Blättern in diesem und auch in früheren Berichten viel Freude bereitet.

Nun wünsche ich allen sonnige, erlebnisreiche und erholsame Ferien und freue mich auf einen gesunden Start ins Schuljahr 1998/99 am Dienstag, 15.09.1998.

W. Greß, Rektor

   
   
   
   
   
   
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