Wie (manche?) Schüler ihre Lehrer sehen

Bei der Deutsch - Abschlussprüfung 2005/2006 der 9. Klassen sollten sich die Schülerinnen und Schüler u.a. zu einem Arbeitsauftrag äußern, der folgendermaßen lautete:

"Nicht nur beim Autofahren kann der Beistand eines erfahrenen Menschen wichtig sein. - Zeige dies an einem Beispiel aus einem anderen Lebensbereich."

In einer Schülerarbeit war zu lesen:

 

"Beistand durch erfahrene Menschen - Beistand durch Lehrer an Schulen"


Zunächst einmal bringen Lehrer ihren Schülern Wissen und Kenntnisse bei. Das war schon bei den alten Griechen so und genauso ist es auch heute noch.


Unsere Lehrer sind nicht die schlimmen Erwachsenen.


lm Gegenteil!


Sie greifen ein bei Konflikten, die wir untereinander haben. Sie unterstützen uns, sie helfen denen, die gemobbt und geärgert werden. Sie reden mit unseren Eltern, wenn wir es daheim nicht mehr aushalten. Sie helfen uns, den Eltern unsere schlechten Noten schonend beizubringen. Außerdem stehen sie uns bei der Ausbildungsplatzsuche zur Seite.


Sie fördern uns in vielerlei Hinsicht. Wenn wir Probleme haben, können wir zu ihnen gehen, denn sie sind gute Zuhörer. Oft sind sie anders als die eigenen Eltern. Den Lehrern kann man besser persönliche und vertrauliche Dinge sagen, welche man daheim nie ansprechen würde. Man kann sie bei schweren Entscheidungen um Rat fragen, was für manche von uns sehr wichtig ist.


Deshalb: Unsere Lehrer sind nicht nur die Pauker, die uns schikanieren möchten. Sie gehören zu den wichtigsten Personen in unserem Leben.

 

Ist diese Sichtweise erstaunlich? 

Für diejenigen sicherlich, die ihr Bild vom Schulleben aus den entsprechenden Horrormeldungen diverser Medien beziehen.

Dass das Zusammenleben von Lehrern und Schülern - wohl nicht nur an unserer Schule - diesem weit verbreiteten Klischee in Wirklichkeit jedoch so gar nicht entspricht, dafür gibt der oben zitierte Ausschnitt einer Abschlussarbeit beredtes Zeugnis.

S.G.

   
   
   
   
   
   
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